►A

Anderson, Gillian *1968, Schauspielerin

Tiere können nicht für sich selbst sprechen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir als Menschen unsere Stimme für sie erheben und uns für sie einsetzen.

Andre 3000 *1975, Sänger der Gruppe Outkast

Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte: Würde ich wahrscheinlich ein grossartiges Essen zu mir nehmen – Broccoli wahrscheinlich, denn ich bin Vegetarier.

Apel, Wolfgang *1951, Vizepräsident des Deutschen Tierschutzbundes (Bonn)

Nur dann, wenn jeder einzelne seine Einstellung zum Mitgeschöpf überprüft, die Augen nicht aus Bequemlichkeit oder Angst verschliesst, sein Herz für die andersartigen Mitgeschöpfe öffnet und Tier- und Verbraucherschutzargumente einbezieht, wird das Ziel, das wir uns gesetzt haben, die staatlich sanktionierte Tierquälerei abzuschaffen, zu erreichen sein – wenn auch nur Schritt für Schritt.
Quelle: Karremann, M., Tiere als Ware, Fischer altern. Taschenbuch 11631

Aristoteles (-384–322), griech. Philosoph, Schüler des Plato

Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.

►B

Bach, Dr. Edward (1886-1936), Entwickelte die Bach-Blüten-Therapie

Die Menschheit steht schon tief in der Schuld des Tierreichs, dessen Angehörige sie gequält und vernichtet hat.
Quelle: Edward Bach/Jens -Erik R. Petersen: “Heile dich selbst mit den Bach-Blüten”

Barnard, Neal, Amerikanischer Wissenschaftler für PCRM

We don’t think about diet, we don’t think about prevention, and we certainly don’t think about the ethics of much of what we do in the laboratory
Quelle: Nature Medicine, June 2006

Bebel, August (1840-1913), dt. sozialdemokrat. Politiker, 1869 Mitbegründer der Sozialdemokrat. Arbeiterpartei.

Offenbar tritt in dem Masse, wie die Kultur sich hebt, an die Stelle der Fleischkost die Pflanzenkost.
Quelle: C. A. Skriver: Stephanus, ISBN 3-88080-016-2, S. XXII

Bentham, Jeremias (1748-1832), Englischer Philosoph und Sozialreformer

Die Frage hat für die Menschen nicht zu lauten: Können die Tiere denken? Sondern sie hat zu lauten: Können die Tiere leiden? Darüber aber gibt es wohl keinen Streit, und das Wissen um diese Leidensfähigkeit muss daher die Hauptsache sein bei jeder Betrachtung der Tierseele durch den Menschen.

Der Tag mag kommen, an dem der Rest der belebten Schöpfung jene Rechte erwerben wird, die ihm nur von der Hand der Tyrannei vorenthalten werden konnten. Die Franzosen haben bereits entdeckt, dass die Schwärze der Haut kein Grund ist, ein menschliches Wesen hilflos der Laune eines Peinigers auszuliefern. Vielleicht wird eines Tages erkannt werden, dass die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder die Endung des Kreuzbeins ebenso wenig Gründe dafür sind, ein empfindendes Wesen diesem Schicksal zu überlassen. Was sonst sollte die unüberschreitbare Linie ausmachen? Ist es die Fähigkeit des Verstandes oder vielleicht die Fähigkeit der Rede? Ein voll ausgewachsenes Pferd aber oder ein Hund ist ungleich verständiger und mitteilsamer als ein einen Tag oder eine Woche alter Säugling oder sogar als ein Säugling von einem Monat. Doch selbst wenn es anders wäre, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht: Können sie denken? Können sie sprechen? Sondern: Können sie leiden?
Quelle: Jeremias Bentham: Introduction to the Principles of Morals and Legislation, London 1789, S. 60.

Bibel

Du sollst nicht töten.
Quelle: 2. Mose 20:13, M. Luther übersetzung (2. Mose = Exodus)

[…] Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort sassen. Er machte eine Geissel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stiess er um.
Quelle: Johannes 2.13-15 (Einheitsübersetzung)

Da sagte Daniel zu dem Mann, den der Oberkämmerer als Aufseher für ihn selbst sowie für Hananja, Mischaël und Asarja eingesetzt hatte: Versuch es doch einmal zehn Tage lang mit deinen Knechten! Lass uns nur pflanzliche Nahrung zu essen und Wasser zu trinken geben! Dann vergleiche unser Aussehen mit dem der jungen Leute, die von den Speisen des Königs essen. Je nachdem, was du dann siehst, verfahr weiter mit deinen Knechten! Der Aufseher nahm ihren Vorschlag an und machte mit ihnen eine zehntägige Probe. Am Ende der zehn Tage sahen sie besser und wohlgenährter aus als all die jungen Leute, die von den Speisen des Königs assen. Da liess der Aufseher ihre Speisen und auch den Wein, den sie trinken sollten, beiseite und gab ihnen Pflanzenkost.
Quelle: Daniel 1, 11-16 (Einheitsübersetzung)

Wolf und Lamm weiden zusammen, der Löwe frisst Stroh wie das Rind […]. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der Herr.
Quelle: Jesaja 65, 25 (Das endzeitliche Heil)

Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn, so wie das Meer mit Wasser gefüllt ist.
Quelle: Jesaja 11, 6-9 (Die Ankündigung des messianischen Reiches)

Besser ein Gericht Gemüse mit Liebe, als ein gemästeter Ochse mit Hass!
Quelle: Die Bibel,Sprüche 15, 17 ,übersetzung Schlachter 2000

Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.
Quelle: 1.Mose 1:29, M. Luther übersetzung

Das Land wird euch seine Früchte geben, daß ihr euch satt essen könnt.Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als der einen Mann erschlüge – Jesaja 66/3 Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Quelle: 3.Buch Mose 25/1a, Genisis 1:29

Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen hohlt ihr euch Lämmer aus der Herde und Mastkälber aus dem Stall. Ihr gröllt zum Klang der Harfe, ihr wollt Lieder erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus grossen Humpen, ihr salbt euch mit dem feinsten Öl und sorgt euch nicht über den Untergang Josephs. Darum müssen sie jetzt in die Verbannung, allen Verbannten voran. Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei.
Quelle: Amos 6, 4-7 (Einheitsübersetzung)

Bircher-Benner, Max Oskar (1867-1939), CH-Arzt, Begründer der neuzeitlichen vegetarischen Ernährungstherapie

Je mehr Raum die Fleischnahrung und die Reizmittel in der Kost einnehmen, um so geringer werden die Leistungen, die Tugend und physischen Kräfte eines Volkes. In denjenigen Völkern aber, welche an einer ausschliesslich oder vorwiegend pflanzlichen Kost festhalten, schlummert eine überraschende Entwicklungskraft… Die Wirkung der Nahrung erstreckt sich nicht nur auf das Individuum, sondern auf die Reihe der Generationen.
Quelle: Bircher-Benner, Ernährungstherapie, Seite 149

Wir Ärzte werden an der Universität über Krankheitsursachen nur sehr unzureichend ausgebildet. Dies gilt insbesondere auf dem Ernährungsgebiet.
Quelle: Bruker, Dr. M.: Zucker, Zucker – Krank durch Fabrikzucker, emu, S. 41

Brecht, Bertolt (1898-1956)

Ich bestelle ein Steak, und der Unmensch von Schlachter tötet ein Rind.Welche Krankheit könnte so gefährlich sein, wie es der Mensch ist?

Bruker, Dr. med. M. O. (1909-2001), Arzt für innere Medizin und Gründer der GGB

In der universitären Ausbildung der Mediziner ist das Wissen um die Zusammenhänge zwischen Fehlernährung und daraus resultierenden Krankheiten ausgeschlossen. Dieser skandalöse Missstand ist bis heute nicht behoben worden.
Quelle: Bruker, Dr. M.: Zucker, Zucker – Krank durch Fabrikzucker, emu, S. 14

Wir Ärzte werden an der Universität in den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Krankheiten nicht ausgebildet. Das klingt unglaublich, ist aber wahr.
Quelle: Bruker, Dr. M.: Zucker, Zucker – Krank durch Fabrikzucker, emu-Verlag

Buddha, Gautama (-560–480)

Die Wesen mögen alle glücklich leben, und keinen möge ein Übel treffen. Möge unser ganzes Leben Hilfe sein an anderen! Ein jedes Wesen scheuet Qual, und jedem ist sein Leben lieb. Erkenne dich selbst in jedem Sein und quäle nicht und töte nicht.

Busch, Wilhelm (1832-1908), deutscher Dichter und Zeichner

Bis auf weiters Das Messer blitzt, die Schweine schrein, Man muss sie halt benutzen, Denn jeder denkt “Wozu das Schwein, Wenn wir es nicht verputzen?” Und jeder schmunzelt, jeder nagt Nach Art der Kannibalen, Bis man dereinst “Pfui Teufel!” sagt Zum Schinken aus Westfalen.
Quelle: Wilhelm Busch: “Schein und Sein”

►C

Cicero (106 v.u.Z. – 43v.u.Z), römischer Politiker und Philosoph

Ich bitte dich nicht, mich zu verschonen, wenn du in Not bist, sondern nur, wenn du frevelhafte Begierde hast. Töte mich, um zu essen, aber morde mich nicht, um besser zu essen!
Quelle: Günther Schwab: Geliebtes Tier – Zitate über das Tier…, W.Ennsthaler

►D

da Vinci, Leonardo (1452-1519), ital. Universalgenie

Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.

Degenhardt, Franz Josef *1931, Deutscher Dichter, Folk-Sänger und promovierter Rechtsanwalt

Man verzehrte Artgenossen, selbst das liebenswerte Schwein, Doch die aufrecht gehen konnten, fraß man nicht – man grub sie ein!
Quelle: Richard David Precht: Noahs Erbe – Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen, Hamburg 1997, S. 261.

Die Speisekarte – das blutigste Blatt, das wir schreiben.
Quelle: H. Kaplan: Warum ich Vegetarier bin – Prominente erzählen, Rowohlt, 1995

Gedenke auch unserer älteren Schwestern und Brüder, der Tiere. Verbiete dem Menschen, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn auch sie sind fühlende Wesen, auch in ihnen wohnt die Sehnsucht nach Leben; unsere Weggefährten sind sie auf dem gemeinsamen Weg zur Unsterblichkeit. Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen. Solange Menschen Tiere essen, werden sie ihre unschuldigen Opfer zu Tode quälen: zu Hunderttausenden in den Labors und Massenzuchtanstalten, zu Millionen in den Schlachthöfen der Städte, zu Myriaden in den Weltmeeren. Ihr Blutstrom darf nicht länger mehr als Nahrung dienen, ihr Leib nicht länger mehr als Rohstoff, ihr Leben nicht länger mehr als Lebensmittel für uns Menschen. Verbiete uns, Herr, das tägliche Fleisch. Das tägliche Brot gib uns heute.
Quelle: aus einem Vortrag in Zürich vom 18. August 91 mit dem Dalai Lama

►E

Edison, Thomas Alva (1847-1931), US-Erfinder, über 2000 Patente angemeldet, u. a. Glühbirne, Mikrophon.

Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Anti-Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.

Einstein, Albert (1879-1955), Entwickelte die Relativitätstheorie. Physik-Nobelpreis 1921

Nichts wird die Chance auf ein überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.

So lebe ich fettlos, fleischlos, fischlos dahin, fühle mich aber ganz wohl dabei. Fast scheint mir, dass der Mensch gar nicht als Raubtier geboren ist.
Quelle: Brief an Hans Mühsam, 30.3.1954, Einstein-Archiv 38-435

Bezogen auf die Klimabelastung ergibt sich bei der fleischhaltigen Komponente (z.B. Frikadelle) die 13fache Menge an CO2-Äquivalenten gegenüber der fleischlosen Komponente (z.B. Getreidebratling).
Quelle: Mehr Zukunft für die Erde, Economica Verlag, Bonn, 1995, S. 1325

Durch die Senkung des Fleischkonsums auf ein auch der Gesundheit förderliches Maß könnten ein Viertel oder mehr der klimarelevanten Emissionen vermieden werden. Der übergang zu einer stärker pflanzlich orientierten Ernährung eröffnet somit das mit Abstand grösste Einsparpotential (bis zu 100 Mio. t CO2-Äquivalente) im Ernährungssystem. Darüber hinaus würden die volkswirtschaftlichen Folgekosten der ernährungsbedingten Krankheiten (50 Mrd. DM/Jahr) erheblich reduziert.
Quelle: Mehr Zukunft für die Erde, Economica Verlag, Bonn, 1995, S. 1329

►F

Förster, Paul (1844-1925), Politiker und Autor

Das Recht der Tiere ist von allen höheren Völkern und Menschen seit je anerkannt worden. Ihnen erwächst der Schutz des Tieres als sittliche Pflicht. Gerade die starken, die schaffenden Geister haben sich immer dazu bekannt, Menschen von klugem Rat und mutiger Tat, von warmen Gemüt: die Voll- und Edelmenschen.
Quelle: Günther Schwab: Geliebtes Tier – Zitate über das Tier…, W.Ennsthaler

Frank, Franz (1897-1986), Maler und Grafiker

Nehmt euch aller Tiere an, wo ihr sie nur leiden sehet, wo ein Unrecht an ihnen verübt wird! Setzt euch über Schimpf und Spott hinweg, den ihr dafür erdulden müsst!
Quelle: Günther Schwab: Geliebtes Tier – Zitate über das Tier…, W.Ennsthaler

Franziskus von Assisi (1182-1226), Heiliger, Gründer des Franziskaner Ordens

Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz.

►G

Gandhi, Mahatma (1869-1948), Führer der ind. Selbständigkeitsbewegung, Nobelpreis 1913

Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.

Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.

Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto grösser ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.
Quelle: Here’s Harmlessness. An Anthology of Ahimsa. Malaga, N.J.: American Vegan Society, 5/1993, S. 19

Die Erde hat genug für die Bedürfnisse eines jeden Menschen, aber nicht für seine Gier.

Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832), deutscher Dichter

Ich bin einer von jenen, die überzeugt sind, daß die gesündeste und naturgemäßeste Nahrung die Gemüse, Früchte und Milchprodukte für den Menschen bleiben und daß die vegetarische Kost ein einfaches Leben und hohes Denken gewährleistet.

Gorki, Maxim (1868-1936), russischer Schriftsteller.

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

►H

Hagen, Nina *1955, Sängerin

Als mein Sohn Otis kürzlich im Flugzeug Fleisch vorgesetzt bekam, hat er gemeckert: «Bäh, das stinkt.» Gekochtes Fleisch stinkt wirklich. Seit 1983 verzehre ich keines mehr.
Quelle: Gourmet Natur. Fit durch Deutschland. Ausgabe 94/95. Nietsch, 1994, S. 47

Hedin, Sven (1865-1952), schwedischer Asienforscher

Ich habe es nie über mich gewinnen können, ein Lebenslicht auszulöschen, das aufs neue anzuzünden mir die Macht fehlt.

Heuss, Theodor (1884-1963), Deutscher Politiker

Je früher unsere Jugend von sich aus jede Roheit gegen Tiere als verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, dass aus Spiel und Umgang mit Tieren nicht Quälerei wird, desto klarer wird auch später ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der Grossen Recht und Unrecht ist.
Quelle: Günther Schwab: Geliebtes Tier – Zitate über das Tier…, W.Ennsthaler

Hinduismus

Lebewesen persönlich töten, sie durch andere töten lassen und zum Töten ermutigen, sind die drei Hauptformen gewalttätigen Tötens. Als schuldig werden auch diejenigen bezeichnet, die Fleisch kaufen, essen oder kochen.

Horaz (-65–8), Quin. Horatius, klassischer Dichter Roms

Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur dem Bauern, der darauf wartet, dass der Fluss versiegt, ehe er ihn überquert.

Hugo, Victor (1802-1885)

Humboldt, Alexander von (1769-1859), Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde

Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommmen ist.

►J

Jerzy Lec, Stanislaw (1909-1966), Philosoph

Schlaflosigkeit – Krankheit einer Epoche, in der man den Menschen befiehlt, vor vielen Tatsachen die Augen zu schliessen.

►K

Kafka, Franz (1883-1924), Schriftsteller

Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr. (Beim Betrachten von Fischen in einem Aquarium)

►L

Lamartine, Alphonse de (1790-1869), französischer Poet und Politiker

Wir haben nicht zwei Herzen – eins für die Tiere und eins für die Menschen. In der Gewaltausübung gegenüber ersteren und der Gewaltausübung gegen letztere gibt es keinen anderen Unterschied als derjenige des Opfers.

Laotse, ca. 3 – 4 Jhd. v. Chr., chin. Philosoph

Seid gut zu den Menschen, zu den Pflanzen und zu den Tieren! Hetzt weder Menschen noch Tiere, noch fügt ihnen Leid zu!

Lincoln, Abraham (1809-1865), 16. Präsident der USA

Ich bin für Tierrechte ebenso wie für Menschenrechte. Das ist es, was einen vollkommenen Menschen ausmacht.

Luxemburg, Rosa *1871, Politikerin

Ich interessiere mich nicht sonderlich für die Religion eines Menschen, wenn sie nicht auch zum Nutzen seines Hundes oder seiner Katze ist.

Die Tiere standen dann beim Abladen ganz still, erschöpft, und eins, welches blutete, schaute dabei vor sich hin mit einem Ausdruck in dem schwarzen Gesicht und den sanften schwarzen Augen wie ein verweintes Kind. Es war direkt der Ausdruck eines Kindes, das hart bestraft worden ist und nicht weiß wofür, und auch nicht weiß wie es der Qual und der rohen Gewalt entgehen soll.
Quelle: Rosa Luxemburg: “Briefe aus dem Gefängnis (1916-1918)”. Verlag der Jugendinternationale, Berlin 1926, S. 35-38

►M

McCartney, Paul (+ Linda) *1942, Sänger, ehem. Beatles Gitarrist

Man darf nicht essen, was ein Gesicht hat.

Moeller, Michael Lukas *1937, Prof. Dr. med. Psychoanalytiker und Autor

Dein täglich Essen ist die praktisch bedeutsamste Droge. Wie fast alle meine ärztlichen Kollegen war ich Laie in Sachen Ernährung. Beinahe schäme ich mich für eine Medizin, die ich erlernt habe, ohne einen Hauch von jenem Ernährungswissen zu erfahren, auf dem die einfachste und effektivste Vorbeugung der meisten heutigen Krankheiten beruhen könnte.
Quelle: M. L. Moeller: Gesundheit ist essbar, Goldmann-Taschenbuch, S. 9+25

Mohammed, (Abu I-Kasim) (570-632), Begründer des Islam

Kein Getier gibt es auf der Erde, keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch. Nichts haben wir in dem Buch ausgelassen. Zu ihrem Herrn sollen sie dann versammelt werden.
Quelle: Koran, Sure 6/38

Morgenstern, Christian (1871-1914), Dichter

Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.
Quelle: C. A. Skriver: Die Lebensweise Jesu und der ersten Christen, S. 137

Müller, Paul Jakob (Paolo) (1894-1982), Kunstmaler aus Bremgarten bei Bern.

Nicht das Genie oder die mehr oder weniger grosse Geschicklichkeit der Hand macht den Künstler aus, sondern die Demut vor der Schöpfung, der Verzicht auf jede Herrschaft ausser der Selbstbeherrschung.
Quelle: Biographie

►N

Ney, Prof. Elly (1882-1968), Pianistin

Der Vegetarismus ist mir seit Jahrzehnten ein inneres Anliegen, und ich halte ihn für die naturgemässe Lebensweise des Menschen […] Es ist mir unbegreiflich, dass nicht jeder Tierfreund zugleich Vegetarier ist.
Quelle: Selbstbiographie: “Erinnerungen und Betrachtungen”, Aschaffenburg 1957

Nietzsche, Friedrich (1844-1900), deutscher Philosoph

Alle antike Philosophie war auf Simplizität des Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnislosigkeit. In diesem Betracht haben die wenigen philosophischen Vegetarier mehr für die Menschen geleistet als alle neuen Philosophen, und solange die Philosophen nicht den Mut gewinnen, eine ganz veränderte Lebensweise zu suchen und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen.

Nosbusch, Désirée *1965, Schauspielerin und Fernsehmoderatorin aus Luxemburg

Ich trage keine Pelzmäntel, weil ich nicht will, dass meinetwegen Tiere sterben müssen. Also ist es nur konsequent, dass ich auch kein Fleisch esse.

►O

Otto, Berthold (1859-1933), Deutscher Reformpädagoge

Derselbe anerzogene Geisteshochmut, der die meisten Menschen unfähig macht, das geistige Tierleben zu erkennen, blendet die meisten Erzieher gegen die Regungen göttlichen Geistes in den Kindern.

Ovid (-43-18), Publ. Ovidius N.; röm. Philosoph, Dichter

Das Zeitalter welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt. Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat; keine Ungerechtigkeit herrschte – alles war von Friede erfüllt. In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefrässigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.
Quelle: H. Baumgardt: Vegetarismus gestern und heute, Waldthausen Verlag, 1988

►P

Paracelsus (1493-1541), Arzt, Naturforscher u. Philosoph

Jedes Land bringt alles das hervor, was für seine Bewohner als Nahrung und als Arznei vonnöten ist. Kohl: Er ist unter den Kräutern das Edelste, das gegessen wird.

Pitman, Sir Isaac *1813, Erfinder der engl. Stenographie

Ein Grund für den Vegetarismus sollte mehr, als gewöhnlich geschieht, herangezogen werden. Ich meine den Appell an das sittliche Bewusstsein, dass wir nicht durch Stellvertreter tun lassen dürfen, was wir nicht selbst tun würden. Ich habe kein sittliches Bedenken dagegen, meine Stiefel zu reinigen, meinen Tisch abzustauben oder auch mein Büro auszufegen. Mein Gefühl würde nicht verletzt werden durch Verrichtung dieser und hundert anderer Handarbeiten. Aber ich könnte keinen Ochsen niederschlagen, kein Schaf, besonders kein Lamm schlachten, keinem Geflügel den Hals umdrehen. Wenn ich das nicht tun kann, ohne meine besten Gefühle zu verletzen, so lehne ich es ab, eine andere Person es für mich tun zu lassen mit Verletzung ihrer Gefühle. Wenn kein anderer Grund zugunsten unserer Vereinigung spräche, so würde dieser eine genügen, um mich zur Annahme der fleischlosen Diät zu bestimmen. Sir Isaac Pitman 1875 an die Vegetarian Society Manchester.
Quelle: W. Brockhaus: Das Recht der Tiere in der Zivilisation, Hirthammer, S.9

Pythagoras (-582–496), griech. Philosoph und Mathematiker

Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?

►R

Rinser, Luise

Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns Taub macht für ihre Schreie.

Robbins, John

Wir leben in einer absonderlichen Zeit, in der Menschen, die in ihrer Nahrungsauswahl gesundheitsbewusst und mitfühlend sind, oft als verrückt bezeichnet werden, während man andere als normal betrachtet, deren Nahrungsgewohnheiten Krankheiten und immense Leiden hervorrufen.

Rolland, Romain (1866-1944), franz. Dichter; Nobelpreis 1915

Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selber leidet?

Rosegger, Peter (1843-1918), Schriftsteller

Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du, Das Tier hat Freude und Schmerz wie du, Das Tier hat einen Hang zum Streben wie du, Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.
Quelle: Günther Schwab: Geliebtes Tier – Zitate über das Tier…, W.Ennsthaler

►S

Es zeugt von Heuchelei, wenn ein Fleischesser mit Verachtung auf die Schlachter hinabblickt; denn der Mensch ist nicht nur verantwortlich für die Handlungen, die er selbst ausführt, sondern auch für die Handlungen, die er von andern ausführen lässt.
Quelle: M. Schwantje: Gesammelte Werke Band 1 (Vegetarismus), S. 83, F.Hirtha.

Schweitzer, Albert (1875-1965), Theologe und Missionsarzt; Friedensnobelpreis 1952

Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.

Shaw, Georg Bernhard (1856-1950), irischer Dramatiker; Nobelpreis 1950

Tiere sind meine Freunde, und ich esse meine Freunde nicht!

Steiner, Rudolf (1861-1925), Begründer der Anthroposophie

R. Steiners Entgegnung auf die Frage warum er kein Fleisch isst: “Essen Sie gerne Hunde- oder Katzenfleisch?” “Ganz gewiss nicht.” “Sehen Sie und mich ekelt auch das Fleisch von anderen Tieren.”

Quelle: Der Vegetarier, 5 / 1987

►T

Tesla, Nikola (1856-1943), Erfinder, z.B. Fernsteuerung, Radio, Mehrphasenwechselstromnetz, Wechselstrommotoren

Dem Anbau von Gemüse ist sicherlich der Vorzug zu geben, und ich denke, dass die vegetarische Lebensweise eine empfehlenswerte Abweichung von den bestehenden barbarischen Gewohnheiten ist. … Viele Rassen, die fast ausschliesslich von Gemüse leben, weisen eine hervorragende Körperverfassung und Stärke auf. … In Hinsicht auf diese Tatsachen sollte jede Anstrengung unternommen werden, das mutwillige und grausame Schlachten von Tieren zu beenden, das unsere moralischen Werte zerstören muss. … Es scheint keine philosophische Notwendigkeit für Nahrungsmittel zu geben. Wir können uns organisierte Wesen vorstellen, die ohne Nahrung leben und die gesamte Energie, die sie zur Ausübung ihrer Lebensfunktionen benötigen, aus der Umgebung beziehen.
Quelle: Franz Ferzak: Nikola Tesla, Seite 115

Tolstoi, Leo (1828-1910), Humanist, Autor (u.a. “Krieg und Frieden”)

Fleischessen ist ein Überbleibsel der grössten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung.

Trojan, Johannes

Hab Achtung vor jedwedem Leben, Das dir in deine Hand gegeben! Und mag es noch so bescheiden sein! Das grösste Geheimnis schliesst es doch ein! Das schwächste Tierlein, die kleinste Pflanze Deutet aufs wunderbare Ganze!

►U

Wenn jemand ein Problem erkannt hat und nichts zur Lösung beiträgt, ist er selbst ein Teil des Problems.
Quelle: Indianisches Sprichwort

Jemand der hilflose Tiere tötet, um die zeitweiligen Launen des Körpers zu befriedigen, weiss nicht, dass er im nächsten Leben leiden wird, denn solch ein sündvoller Schurke wird in eine höllische Lage versetzt und muss dadurch für seine Handlungen büßen.
Quelle: Srimad-Bhagavatam, 10.10.10 (Teil der Vedischen Schriften)

►V

Voltaire, Francois de (1694-1778), franz. Aufklärungsphilosoph und Schriftsteller

Gewiss ist es, dass dieses scheussliche Blutbad, welches unaufhörlich in unseren Schlachthäusern und Küchen stattfindet, uns nicht mehr als ein Übel erscheint, im Gegenteil betrachten wir diese Scheusslichkeiten, welche oft pestilenzialisch wirken, als einen Segen des Herrn und danken ihm in unseren Gebeten für unsere Mördereien. Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch zu ernähren?
Quelle: Der Vegetarier, Nr.3 1988

►W

Wagner, Richard (1813-1883), Komponist

Was erwarten wir denn von einer Religion, wenn wir das Mitleid mit den Tieren ausschliessen?
Quelle: C. A. Skriver: Stephanus, ISBN 3-88080-016-2, S. XXIII

Weizsäcker, Ernst U. von *1939, Leiter des Wuppertal-Instituts für Klima, Umwelt und Energie

Die Beiträge der Rinderhaltung zum Treibhauseffekt sind ähnlich gross wie die der des gesamten Autoverkehrs, wenn wir die Waldrodung fürs Rind und für Futtermittel einbeziehen.
Quelle: Rifkin: Imperium der Rinder, Campus, S. 12

Wilder, Thornton (1897-1975), Schriftsteller

Der ewige Jammer mit den Weltverbesserern ist, dass sie nie bei sich selbst anfangen.

►Z

Ziegler, Jean *1934, CH-Nationalrat, Buchautor: “Die Schweiz wäscht weisser”, etc.; UNO Sonderbeauftragter

Ich bin Vegetarier, das tut gut. Ich bin wacher und geistig beweglicher, wenn ich darauf achte, was ich esse.
Quelle: Interview im PULStipp Juni 2003