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1. Gesellschaftlicher Bezug und gesellschaftliche Verantwortung

Der VEBU sieht sich als die Interessensvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in einer demokratischen, pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft.

Der VEBU bezieht gesellschaftspolitisch in seinem Arbeitsfeld – der Förderung des vegetarischen bzw. veganen Lebensstiles – klar Stellung, ist aber parteipolitisch neutral.

Der VEBU distanziert sich jedoch von allen extremistischen, wie z. B. von rechtsradikalen Positionen, Organisationen und Parteien.

Der VEBU ist unabhängig von einer bestimmten religiösen, spirituellen oder weltanschaulichen Orientierung.

Der VEBU befürwortet und unterstützt den Gedanken der Völkerverständigung und einen aktiven internationalen Austausch.

2. Ziele

Der VEBU setzt sich dafür ein, schrittweise einen zukunftsfähigen Ernährungsstil und eine landwirtschaftliche Kultur in unserer Gesellschaft zu etablieren, die vegetarisch bzw. vegan, ökologisch, ethisch und sozial verantwortlich sowie ökonomisch tragfähig sind. Er wirkt darauf hin, dass sich der vegetarisch-vegane Lebensstil zum Leitbild der Gesellschaft entwickelt und sich die Zahl der vegetarisch, vegan und fleischreduziert lebenden Menschen erhöht und der durchschnittliche Pro-Kopf-Fleischverbrauch sinkt.

Unterziele

Der VEBU will …

Bewusstsein für die Bedürfnisse und Interessen der Tiere stärken. Ziel ist, die Tierrechte auf der Ebene des Ernährungs- und Konsumstiles sowie der Gesetzgebung zu verankern.

die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die positiven Auswirkungen eines vegetarischen bzw. veganen Lebensstiles auf unsere Umwelt, insbesondere auf das Weltklima und die Welthungerproblematik, verbreiten und weltweit eine ökologisch und ökonomisch zukunftsfähige Ernährungsweise fördern.

den Wissensstand über und die Erfahrungsmöglichkeiten mit einer gesundheitsfördernden und genussbetonten vegetarischen bzw. veganen Lebensweise erhöhen.

3. Arbeitsschwerpunkte

Im Rahmen der Informationstätigkeit sowie Öffentlichkeits-, Bildungs- und Lobbyarbeit zur vegetarischen bzw. veganen Ernährung setzt der VEBU folgende inhaltliche Arbeitsschwerpunkte:

  • Tierschutz und Tierrechte
  • Ökologie und Nachhaltigkeit
  • Klima- und Ressourcenschonung
  • Welternährung und globale Gerechtigkeit
  • Gesundheit und Genuss


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4. Arbeitsmethoden

Ausrichten der Arbeitsweise auf eine an die Mitte der Gesellschaft anschlussfähige Argumentation.

Fördern der gesellschaftlichen Weiterentwicklung mit den Methoden der Information, Argumentation, des Bietens von Anreizen, der Kooperation mit anderen gesellschaftlichen Akteuren, der gezielten und strategisch begründeten Provokation.

Basieren aller Aussagen auf wissenschaftlich-rationaler Grundlage.

Bewusstes Kooperieren mit einflussreichen Institutionen, Verbänden, Firmen u. ä., die eventuell in ihrer Gesamtheit (teilweise) kritisch zu beurteilen sind, wenn hierdurch im Sinne der genannten Ziele substantielle Fortschritte erzielbar sind.

Ablehnen von physischer Gewaltanwendung gegen Lebewesen und Sachen, aber durchaus Einsatz gezielter strategisch begründeter Aktion bzw. begrenzter Regelverletzung („Ziviler Ungehorsam“).

5. Innere Organisation

Demokratisch legitimiertes Mehrheitsprinzip der Organisation.

Hierarchisch organisierte, aber kollegial gestaltete Entscheidungsprozesse.

Prinzip der Delegation bzw. demokratischen Legitimation (z. B. Wahl des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung).

Gleichberechtigung von Männern und Frauen auf allen Ebenen der Organisationsarbeit (z. B. Gehälter).

Beachten der Barrierefreiheit bei allen Veranstaltungen des VEBU.

Überwiegend ökologisches Ausrichten der Organisationspraxis, z. B. Einsetzen von Recyclingpapier, ethische Anlage der Organisationsmittel, Bezug ökologischen Stromes, Nutzen von veganen Produkten bzw. Lebensmitteln aus ökologischer bzw. fairer Erzeugung, Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel etc.

6. Tenor des öffentlichen Auftretens

Offen, einladend, anbietend, Teilschritte positiv würdigend und unterstützend.

Vermittlung von Lebensfreude, Genuss, Gesundheit und Dynamik als Image des VEBU.

Klarheit in den Zielen und bei der Informationsvermittlung, jedoch Vermeidung eines dogmatischen Auftretens.
Generell seriös und sachlich auftretend, auch humorvoll und selbstironisch.

Im Umgang mit kritisch zu beurteilenden gesellschaftlichen Akteuren, wie z. B. der Fleischindustrie, offensives, aufdeckendes und kritisches Auftreten, aber Betonen einer lösungsorientierten Argumentation.

Dieses Leitbild wurde durch die Bundesleitung am 21.10.2012 verabschiedet. Es besteht die Bereitschaft, das genannte Selbstverständnis, die Ziele und Methoden angesichts neuer Erkenntnisse immer wieder zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern beziehungsweise weiterzuentwickeln.