Veggie-Definition wirkt!

Warum Tierrechte wichtig sind Bildquelle: shutterstock.com / BrAt82

[20.06.16] Nachdem sich jüngst die 12. Verbraucherschutzministerkonferenz auf eine Definition für vegane und vegetarische Lebensmittel geeinigt hat, lässt die erste Beanstandung nicht lange auf sich warten: Die Wettbewerbszentrale hat ein als “vegan” beworbenes Produkt beanstandet, das Farbstoff tierischer Herkunft enthält.

Der Definitions-Beschluss der VSMK hatte im April ein starkes Signal an die EU-Kommission gesandt, den in der Lebensmittelinformationsverordnung vorgesehenen Durchführungsrechtsakt zu erlassen und für europaweit rechtsverbindliche Kriterien zu sorgen. Die Länder hatten auf der VSMK zudem vereinbart, dass bis zu diesem Zeitpunkt die VSMK-Definitionen von der Lebensmittelüberwachung bei der Beurteilung der Kennzeichnung von Produkten zu Grunde gelegt werden sollen. Jetzt zeigt sich, dass dies auch in der Praxis geschieht.

Beanstandung: “Carmin” ist nicht vegan

Die Wettbewerbszentrale verweist auf einen Fall, in dem Gummibärchen als “vegan” beworben wurden, tatsächlich aber den aus den weiblichen Cochenille-Läusen gewonnenen Farbstoff “Carmin” enthielten. Da die Bewerbung eines Produktes als “vegan” aufgrund des aktuellen boomenden Marktes einen Wettbewerbsvorteil darstellt, hat die Wettbewerbszentrale dies als irreführend beanstandet. Das betroffene Unternehmen hat sich verpflichtet, das nicht vegane Produkt nicht mehr als “vegan” zu bewerben.

Lesen Sie die Meldung der Wettbewerbszentrale hier.

Felix Domke

Autor

Felix Domke

ProVeg-Politik