Vegan-vegetarisch speisen im Flugzeug: veggie-freundliche Airlines

veggie-freundliches Essen im Flugzeug Bildquelle: StudioSmart/shutterstock

Die Anzahl der vegan und vegetarisch lebenden Menschen nimmt weltweit zu. Verkehrs- und Reiseunternehmen reagieren darauf und erweitern kontinuierlich ihr vegan-vegetarisches Angebot. ProVeg hat sich die Veggie-Freundlichkeit der 50 größten Fluggesellschaften genauer angeschaut.

Zu den Eindrücken, die Gäste nach einem Flug am besten in Erinnerung behalten, gehören vor allem der Service und das Essen an Bord. Die steigende Nachfrage nach veganen und vegetarischen Gerichten rückt auch für Fluggesellschaften zunehmend in den Vordergrund. Der Airline-Caterer LSG Sky Chefs bestätigt, dass vegane und vegetarische Mahlzeiten mittlerweile die häufigste Wahl unter den Spezial-Mahlzeiten sind. Pflanzliche Speisen bieten zudem häufig den Vorteil, den vielfältigen Ernährungsweisen und religiösen Speisebestimmungen der meist sehr internationalen Fluggäste gerecht zu werden.

Spitzenreiter der veggie-freundlichen Airlines

Scandinavian Airlines (SAS) arbeitet mit Küchenleitungen zusammen, die sich auf pflanzliche Mahlzeiten spezialisiert haben. Im vergangenen Jahr hat die Gesellschaft mehrere neue vegane Gerichte eingeführt. Auf jedem Flug bietet die Airline außerdem vegane und vegetarische Snacks an. Auch die Fleischportionen der übrigen Gerichte wurden bereits reduziert. Ihre Pläne für die Zukunft sind vielversprechend: Demnächst sollen weitere Milchalternativen und mehr vegane Produkte angeboten werden.

Swiss International Air Lines (SWISS) kooperiert mit dem Haus Hiltl in Zürich, dem ältesten vegetarischen Restaurant der Welt, für die Entwicklung ihrer fleischfreien Speisen. Vegetarische Mahlzeiten sind auf jedem Flug standardmäßig verfügbar und im vergangenen Jahr wurden zusätzliche vegane Mahlzeiten/Snacks auf die Speisekarte gesetzt.

Ausschließlich vegetarische Speisen serviert die Fluglinie Air India seit diesem Jahr seinen Reisenden in der Economy Klasse auf allen Inlandsflügen. Und auch Billigflieger reagieren auf den Veggie-Trend: Eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten bietet zum Beispiel das Unternehmen easyJet. Auf der Speisekarte steht eine Vielfalt an leichten Gerichten sowie kalte und warme Snacks. Das unternehmenseigene Label für vegane und vegetarische Optionen ist eine einfache und zuverlässige Orientierungshilfe.

  • Vegetarisches und veganes Essen im Flugzeug oder Bahn

    Vegane Menüs in Flugzeug und Bahn liegen im Trend: Viele Transport- und Reiseunternehmen erweitern kontinuierlich ihr Angebot mit rein pflanzlichen Optionen. ProVeg informiert über das vegetarisch-vegane Angebot im bundesweiten Personenverkehr auf den Schienen und über den Wolken. Weiterlesen…

Veggie-Mahlzeiten fast immer erhältlich

Annähernd jede von ProVeg analysierte Fluggesellschaft stellt mindestens eine vollständige vegane Mahlzeit und mehrere vegetarische Optionen zur Verfügung, die im Voraus ohne Mehrkosten als Spezialgericht bestellt werden können.

Verbesserungspotenzial besteht bei der Beantragung von Spezialgerichten, worunter vegetarische und vegane Mahlzeiten teils fallen, die oft erst nach dem Buchungsvorgang über den Kundenservice möglich ist und für die Fluggäste unangenehm sein kann. Der Umfang der Informationen über die Inhaltsstoffe der Mahlzeiten variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Viele Fluggesellschaften geben bereits einen sehr guten Überblick darüber, woraus die Gerichte bestehen, welche Zutaten produktionsbedingt enthalten sein und welche ausgeschlossen werden können. Die Unternehmen sollten hier aufmerksam bleiben und ihr Angebot den unterschiedlichen, sich verändernden Bedürfnissen ihrer Passagiere anpassen. Trends frühzeitig zu erkennen und mit neuen Produkten und Dienstleistungen darauf zu reagieren, kann den Unternehmen außerdem bedeutende Wettbewerbsvorteile einbringen.

ProVeg unterstützt Herstell- und Catererfirmen bei der Ausweitung und Anpassung ihres Angebots, um auf vegetarisch, vegan und fleischreduziert lebende Gäste noch besser eingehen zu können.

Simone Gröschl und Manuela Edenhofer, ProVeg Consulting