VEBU startet als Mitinitiator das erste Veggie-Bürgerbegehren in Berlin

Veggie-Bürgerbegehren Berlin Friedrichshain Bildquelle: Timo Stammberger | v.l.n.r.: Andreas Grabolle (Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt), Dr. Friederike Schmitz (Freie Universität Berlin), Adriano Mannino (Sentience Politics), Prof. Bernd Ladwig (Freie Universität Berlin), Sebastian Joy (VEBU – Vegetarierbund Deutschland e.V.)

Zusammen mit Sentience Politics und der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt initiiert der VEBU das erste Veggie-Bürgerbegehren in Berlin. Ziel ist die Einführung einer täglichen veganen Menü-Option in öffentlichen Kantinen.

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegan-vegetarische Ernährung oder wollen hin und wieder fleischfrei essen. In vielen öffentlichen Kantinen gibt es täglich eine oder mehrere vegetarische Menü-Optionen – eine Selbstverständlichkeit sind sie nicht. Nach veganen Alternativen sucht man oft vergeblich. Sentience Politics, die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und der VEBU haben deshalb eine Initiative im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ins Leben gerufen, mittels derer sich die Wahlmöglichkeit vegan-vegetarischer Menschen und anderer Interessierter in Kantinen verbessern soll.

Veggie-Bürgerbegehren: Für mehr Wahlfreiheit

Vergangenen Montag gaben die Initiatoren des Veggie-Bürgerbegehrens ihr Anliegen in einer Pressekonferenz in Berlin bekannt. Verschiedene Medienvertreter – darunter der RBB, die taz und der Tagesspiegel – waren vor Ort und berichteten im Anschluss über das engagierte Vorhaben.

Das Ziel ist es, die Wahlmöglichkeiten der Menschen in Kantinen zu erhöhen. Zusätzlich zum teilweise bestehenden vegetarischen Angebot soll es mindestens eine vegane Alternative pro Tag in Ämtern, Krankenhäusern und Schulen geben. Es geht also nicht um ein Verbot von Tierprodukten, sondern um eine Angebotserweiterung, die es unter anderem auch vegan lebenden Menschen ermöglicht, mit Kollegen und Freunden in der Kantine zu essen.

Rund 6.000 Unterschriften werden benötigt

Erfolgreich ist das Bürgerbegehren dann, wenn innerhalb der nächsten 6 Monate 3 % der Wahlberechtigten aus Friedrichshain-Kreuzberg unterschreiben. Gelingt es den Initiatoren, die rund 6.000 benötigten Unterschriften zu sammeln, kann die Bezirksverordnetenversammlung die Forderung umsetzen. Andernfalls kommt es automatisch zu einem Bürgerentscheid.

Jetzt die vegane Initiative unterstützen

Wenn Sie selbst in diesem Bezirk Berlins wohnen und sich für vegane Alternativen in öffentlichen Einrichtungen einsetzen wollen, können Sie sich hier die Unterschriftenlisten herunterladen.

Sie wohnen nicht in Friedrichshain-Kreuzberg und wollen sich dennoch für vegane Gerichte in der Gemeinschaftsverpflegung stark machen? Dann unterschreiben Sie jetzt die Petition unserer Kampagne “Aktion Pflanzen-Power”.

Kampagne des VEBU: “Aktion Pflanzen-Power”

Zusammen mit der Krankenkasse BKK ProVita rief der VEBU dieses Jahr die „Aktion Pflanzen-Power“ ins Leben. Die Kampagne verfolgt das Ziel, das vegan-vegetarische Angebot in öffentlichen Einrichtungen zu optimieren. Der Fokus liegt auf Kitas und Schulen, da eine gesunde, ausgewogene Ernährung gerade bei Kindern eine wichtige Rolle spielt.

Am 21. September 2016 fand die Auftaktveranstaltung der „Aktion Pflanzen-Power” in einer Münchner Gesamtschule statt. Knapp 1.000 Schüler beschäftigten sich zusammen mit der Kochbuchautorin Stina Spiegelberg sowie je einem Vertreter der BKK ProVita und des VEBU spielerisch mit dem Thema der vegan-vegetarischen Lebensweise.

Weitere Aktionstage sowie eine Info-Verstaltung für Caterer folgen zeitnah. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Kristin Höhlig unter: pflanzenpower@vebu.de.

Anna Doktor

Autorin

Anna Doktor

Online-Redaktion