Über die Landesgrenzen hinaus: VEBU International

Seit über 100 Jahren setzt sich der VEBU in Deutschland für eine vegetarisch-vegane Lebensweise ein. In einer globalisierten Welt können die Probleme, die mit der Tierhaltung einhergehen, nicht mehr innerhalb von Landesgrenzen gelöst werden. Wir sehen es daher als unsere Aufgabe, eine internationale Organisation nach dem Vorbild des VEBU zu etablieren.

Zahlreiche Organisationen engagieren sich lokal wie global für Menschenrechte, Umwelt- und Tierschutz beziehungsweise Tierrechte. Die großen Akteure in diesen Bereichen sind in zahlreichen Ländern aktiv und treten international einheitlich auf. Bekannte Beispiele sind Amnesty International, Human Rights Watch, Greenpeace, Friends of the Earth (BUND) und PETA. Sie haben ein entsprechendes Gewicht in der öffentlichen Wahrnehmung sowie in der Politik, sind finanziell gut aufgestellt und profitieren von den Erfahrungen ihrer zahlreichen regionalen Vertretungen.

Notwendigkeit und Chance einer global agierenden Veggie-Organisation

Für die Bewegung der vegan-vegetarischen Lebensweise gibt es zwar schon in vielen Ländern kleinere wie größere Akteure, bislang fehlt hierfür jedoch eine einheitliche und starke Stimme, die sich auf internationaler Ebene für unsere gemeinsamen Ziele Gehör verschafft.

 

Dabei hat unsere Bewegung in den vergangenen Jahren in vielen Ländern enorm an Bedeutung gewonnen. Gerade in Deutschland nimmt diese Entwicklung immer mehr Fahrt auf und hat die öffentliche und mediale Wahrnehmung spürbar verändert – nicht zuletzt aufgrund der professionellen Arbeit des VEBU und der aktiven und finanziellen Unterstützung unserer Mitglieder und Förderer. Ein gesellschaftlicher Wandel hin zu einer nachhaltigen, gerechten und tierfreundlichen Ernährung wird  nun hierzulande schrittweise zu einer realistischen Zukunftsperspektive.

Vernetzung stärkt pflanzliche Bewegung weltweit

Der nächste Schritt muss jetzt die Internationalisierung unserer Bewegung sein. Eine enge Vernetzung in einer einheitlichen Organisation ermöglicht den wertvollen Austausch an Erfahrungen und Konzepten und kann den Einfluss der pflanzlichen Bewegung auf der ganzen Welt erheblich vergrößern. Dies ist insbesondere in den Ländern wichtig, in denen nach aktuellem Stand der Konsum tierischer Lebensmittel mittelfristig noch ansteigen wird. In einer globalen Welt mit globalen Problemen müssen wir nicht nur über den Tellerrand, sondern auch über Ländergrenzen hinweg schauen.

Ausblick und Termine für 2017

An diesen Plänen arbeiten wir schon seit geraumer Zeit. Nun setzen wir sie in die Tat um. Wir befinden uns bereits im engen Austausch mit Organisationen und Gruppen in Großbritannien, Polen und Spanien und bauen gemeinsam internationale Strukturen auf. So wird bereits im April 2017 die äußerst erfolgreiche VeggieWorld-Messe erstmalig auch in Barcelona und London stattfinden. Warschau steht dann für November 2017 im Terminkalender. Aktionen wie der von uns organisierte Worldwide Vegan Bake Sale werden eine Reichweite sogar weit über Europa hinaus erzielen. Kooperationen mit weiteren Ländern sind bereits in der Vorbereitung.

Auf Grundlage der dabei gemachten Erfahrungen werden wir schrittweise die Zusammenarbeit mit Organisationen in anderen Ländern ausweiten. Denn für uns ist klar: Die Zukunft isst pflanzlich – und das nicht nur in Deutschland und Europa. Wir werden Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführer

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