KEEKS – Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen

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Das Verbundprojekt KEEKS (Klima- und energieeffiziente Küchen in Schulen) bietet bis Ende 2018 bundesweit kostenlose Schulungen zum Thema vollwertige klimafreundliche Gemeinschaftsverpflegung an. Bewerben Sie sich mit Ihrer Schulküche, Ihrem Schulcateringunternehmen oder Ihrer Berufsschule! Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative startete der VEBU am 1.05.2016 mit dem KEEKS-Projekt. Das Projekt wird erstmals alle in sich verzahnten Einzelbereiche der Außer-Haus-Verpflegung am Beispiel Schulküche hinsichtlich der Klimagas- und Energieeinsparpotentiale betrachten und optimieren.

Mit der Verlängerung der Schultage verlagert sich der Bereich der Mittagsverpflegung von Schülern aus dem privaten in den öffentlichen Bereich. Schulküchen tragen nicht nur Verantwortung in Bezug auf Versorgung der Schüler mit einem vollwertigen Speiseangebot, Speisepläne und Küchenprozesse haben auch einen entscheidenden Einfluss auf die Umwelt.

Klimafreundliches Mittagessen in der Schule

Die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung sehen für die nächsten Jahrzehnte in allen gesellschaftsrelevanten Bereichen deutliche Minderemissionen an Klimagasen vor, so z. B. 40 % bis 2020 und 80 – 90 % bis 2050 gegenüber dem Niveau von 1990.1 Im Konsumbereich Ernährung liegt hierbei ein gewichtiges Einsparpotenzial.2

Deutschlandweit gab es 2012 ca. 2,35 Millionen Ganztagsschüler mit Anspruch auf ein Mittagessen in der Schule.3 Diese Zahl zeigt die große Hebelwirkung, die durch die Erschließung von Klimagas- und Energieminderungspotentialen in der Schulverpflegung erreicht werden kann. KEEKS wird küchen- und praxistaugliche Lösungen für die Gemeinschaftsverpflegung aufzeigen.

Die drei wichtigsten Vorhabensziele

Das Verbundprojekt KEEKS steht für die Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen. Die drei wichtigsten allgemeinen Vorhabensziele spiegeln unmittelbar die Zielsetzung der Förderbekanntmachung und damit die Ziele des BMUB bzw. der Bundesregierung wieder:

  • Hemmnisse identifizieren: Zu Anfang steht die Bestimmung von Hemmnissen für eine klima- und energieeffiziente Küche am Beispiel von 22 Schulküchen in 23 Ganztagegrundschulen.
  • Praxistaugliche Lösungen erproben: Diese Hemmnisse sollen exemplarisch in den beteiligten Schulen durch praxistaugliche, spezifische aber verallgemeinerbare Lösungsansätze überwunden werden.
  • Erkenntnisse verbreiten: Die Ergebnisse der Erprobungsphase münden in ein Transformationskonzept als Orientierungsrahmen und einen bundesweiten Ergebnistransfer durch vielfältige Medien und Veranstaltungen in der Außer-Haus-Verpflegung.

Der Weg zu einer nachhaltigen Schulküche

KEEKS beginnt mit einer Status Quo-Analyse für 24 Schulküchen, die detailliert den Energieverbrauch, die verfügbare und genutzte Technik, die Prozesse und den Lebensmitteleinsatz erfasst. Es erfolgt eine Bestimmung von Handlungsoptionen und den damit verbundenen Potentialen für Klima- und Energieeffizienz.

Ergebnisse werden exemplarische Menüs und spezifische Handlungsempfehlungen sein. Die Auswahl der Handlungsoptionen beruht auf einer Betrachtung und qualifizierten Berechnung der THG-Emissionen aller Schritte, beginnend mit der Nahrungsmittelherstellung über Einkauf, Lagerung, Zubereitung, Menüplanung bis hin zur Resteentsorgung.

Die Handlungsoptionen werden mit den Küchenleitern diskutiert, um die zentralen Hemmnisse für die klima- und energieeffiziente Küche zu erheben und individuelle Lösungen zur Überwindung von Hemmnissen für mehr Klima- und Energieeffizienz zu finden. Anschließend erfolgt der erste Praxistest (Pretest) an 5 Schulen und hierauf aufbauend, nach einer Auswertung der Ergebnisse, Tests der Optimierungsvorschläge und die Umsetzungsphase. In der Folge werden diverse Ergebnisse generiert und eine breite Qualifizierungskampagne angestoßen.

Verbundprojekt KEEKS

Die Projektlaufzeit beträgt 36 Monate (01.05.2016-30.04.2019). An dem Verbundprojekt sind neben dem VEBU beteiligt das IZT Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (Koordinator, Berlin), Faktor 10 – Institut für nachhaltiges Wirtschaften gGmbH (Friedberg), ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung (Heidelberg), Netzwerk e.V. – Soziale Dienste und Ökologische Bildung (Köln) und Wuppertal Institut für Klima, Energie, Umwelt (Wuppertal).

Das dieser Veröffentlichung zugrunde liegende Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Bundestages unter den Förderkennzeichen 03KF0037A-F im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Die Verantwortung für diesen Text liegt bei den Autoren.

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Quellen

1. BMUB Nationale Klimapolitik. Online unter http://www.bmub.bund.de/themen/klima-energie/klimaschutz/nationale-klimapolitik/ [09.04.2014]

2. UBA o.J. Umweltrelevanz und prioritäre Handlungsfelder. Online unter http://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/konsum-umwelt-zentrale-handlungsfelder [09.04.2014]

3. BMBF 2014: Bildungsbericht 2014, Tab. D3-5. Online unter http://www.bildungsbericht.de/index.html?seite=11123 [09.04.2014]