2. Internationales Rechtssymposium für die pflanzliche Lebensweise

Das weltweit einzigartige Internationale Rechtssymposium zu veganen Rechtsfragen tagte vom 22. bis 23. Juli 2017 erneut in Berlin. Es wurde wie im letzten Jahr vom VEBU (ProVeg) und der IVRA (International Vegan Rights Alliance) veranstaltet.

Rund 30 Rechtsexperten aus 9 Ländern teilten ihre Erfahrungen mit der Rechtsprechung in puncto pflanzliche Lebensweise. Durch diesen internationalen Austausch entstanden wichtige und konstruktive Ansätze, um die Rechte vegan-vegetarisch lebender Menschen in Zukunft noch besser durchzusetzen.

Ein wichtiges Thema war zum Beispiel die Benennung von Fleisch- und Milchalternativen. Hier forderten die Experten konkret, dass Hersteller das Recht erhalten sollen, Produktnamen wie „Tofu-Butter“, „Veggie-Wurst“ oder „veganes Schnitzel“ für pflanzliche Alternativprodukte zu verwenden. Außerdem erarbeiteten sie neue Ansätze, wie gesetzliche Hürden bei der Einführung, Vermarktung und dem Verkauf veganer Produkte aufgelöst werden können, um letztendlich allen Menschen den Zugang zu einer pflanzlichen Lebensweise zu ermöglichen. Das Ergebnis des Symposiums sind neue Erkenntnisse zur aktuellen Rechtslage in den Ländern und mögliche Strategien für rechtliche Vorstöße.

Die Diskussionen auf dem Rechtssymposium haben gezeigt, dass es weltweit große Unterschiede in der gesetzlichen Berücksichtigung von vegan-vegetarischen Themen gibt. Besonders in Zeiten der zunehmenden globalen Vernetzung ist es wichtig, dass hier einheitliche Gesetze geschaffen werden. Deshalb wird der nächste Schritt sein, einen internationalen Rat zu bilden, der sich mit diesen Fragestellungen auseinandersetzt.

Kristin Höhlig