Schnellrestaurants im Veggie-Ranking: Vegan-vegetarisches Angebot mittelmäßig

Schnellrestaurants im Veggie-Ranking: Vegan-vegetarisches Angebot mittelmäßig

Der VEBU hat das Veggie-Angebot der Schnellrestaurants in Deutschland bewertet und ein Ranking erstellt. Als veggie-freundlichstes Schnellrestaurant ging Vapiano gefolgt von Subway Sandwiches hervor. Bis auf Vapiano schnitt keines der getesteten Restaurants im Urteil besser als “mittelmäßig” ab. Der VEBU zeigt damit großen Nachholbedarf an vegan-vegetarischen Angeboten in Schnellrestaurants auf.

In Deutschland leben mittlerweile rund 7,8 Millionen Vegetarier, 900.000 Veganer und über 42 Millionen Flexitarier. Entsprechend positiv entwickelt sich das vegan-vegetarische Speisenangebot in der Gastronomie. Das Veggie-Angebot deutscher Schnellrestaurants zeigt jedoch noch großen Nachholbedarf.

Im vergangenen Jahr hat die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt (ASS) zusammen mit dem VEBU bereits ein Ranking der veggie-freundlichsten Supermarktketten veröffentlicht. Die Bewertung der veggie-freundlichsten Schnellrestaurants rückt die vegan-vegetarische Lebensweise weiter in den Fokus der Servicelandschaft und ruft Unternehmen dazu auf, das Veggie-Angebot vielfältiger und kundenfreundlicher zu gestalten.

Ziel des Rankings: Anreiz für Schnellrestaurants, Orientierung für Kunden

Der VEBU möchte die Restaurant-Landschaft nachhaltig verändern und hat zu diesem Zweck ein Ranking der veggie-freundlichsten Schnellrestaurants erstellt. Das Ranking wird in regelmäßigen Abständen wiederholt. Somit werden Anreize für Schnellrestaurants geschaffen, sich künftig besser zu positionieren und die weitere Entwicklung vergleichbar zu dokumentieren.

Zusätzlich liefert das Ranking Verbrauchern eine Orientierungshilfe für vegan-vegetarische Angebote in Schnellrestaurants und bietet Unternehmen die Möglichkeit, auf die Wünsche von vegan-vegetarisch lebenden Menschen zu reagieren.

7 Schnellrestaurants im Veggie-RankingErgebnis Veggie-Ranking

1. Vapiano

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Vapiano weist mit Abstand das größte vegetarische und vegane Angebot aller bewerteten Schnellrestaurants auf und überzeugt dabei durch eine große Bandbreite an Veggie-Gerichten. Vegane Optionen sind von Hauptspeisen wie Pasta über Suppen bis hin zu Salaten und Bruschetta vielfältig vertreten. In Sachen Transparenz zählt Vapiano im Ranking zu den veggie-freundlichsten Schnellrestaurants. So werden vegane und vegetarische Speisen ab Juli 2016 durch ein unternehmenseigenes Veggie-Label gekennzeichnet. Sämtliche Zutaten der Gerichte werden bei Vapiano zusätzlich im Menü aufgelistet. Von der Lagerung über die Zubereitung bis hin zur Ausgabe wird auf die Trennung von vegan-vegetarischen Produkten und Fleisch beziehungsweise Fisch geachtet. Insgesamt ist Vapiano bei den vegan-vegetarischen Angeboten gut aufgestellt und bekundet starkes Interesse, sich künftig noch gezielter an diese Kundengruppe zu richten.

2. Subway Sandwiches

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Subway Sandwiches überzeugt durch ein großes und sättigendes vegetarisches Angebot. Vegane Gerichte sind zwar vertreten, aber machen im Verhältnis zum Gesamtangebot lediglich einen geringen Anteil aus. Gekennzeichnet werden die Veggie-Angebote bei Subway durch eine sinngemäße Benennung der Gerichte wie “Veggie Delite” oder “Veggie Patty”. Subway Sandwiches bekundet Interesse, die Angebotsvielfalt für Veggies künftig weiter auszubauen und Aktionszeiträume auszuweiten.

3. Pizza Hut

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Pizza Hut überzeugt mit einem umfangreichen vegetarischen Angebot. Großer Nachholbedarf besteht bei veganen Optionen, die sich bislang auf wenige Beilagen wie Salate, Bruschetta oder Country Potatoes beschränken. In Sachen Transparenz zählt Pizza Hut im Ranking zu den beiden veggie-freundlichsten Schnellrestaurants. Sämtliche Zutaten der Gerichte werden bei Pizza Hut im Menü aufgelistet. Vegetarische Optionen werden teilweise sinngemäß benannt und sind zusätzlich mit einem unternehmenseigenen Veggie-Label gekennzeichnet. Bei der Zubereitung von vegan-vegetarischen Gerichten wird bei Pizza Hut auf die Trennung der Gerätschaften geachtet, um eine Kontamination mit Fleischprodukten auszuschließen.

4. McDonald’s

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McDonald’s bietet ein zufriedenstellend großes und vielfältiges vegetarisches Angebot. Vegane Optionen beschränken sich bislang jedoch nur auf Beilagen wie Pommes, Kartoffelecken oder einen Salat sowie ein Dessert, eine vegane Apfeltasche. Veggie-Angebote sind teilweise durch eine sinngemäße Benennung der Gerichte wie “Veggie Clubhouse” oder “McVeggie” erkennbar. Bei der Zubereitung von vegan-vegetarischen Gerichten wird bei McDonald’s auf die Trennung der Gerätschaften geachtet, um eine Kontamination mit Fleischprodukten auszuschließen.

5. Burger King

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Burger King bietet Vegetariern ein ausreichend großes Sortiment, das jedoch keine zufriedenstellende Vielfalt aufweist. Mit nur einer Hauptspeise fehlen weitere sättigende vegetarische Mahlzeiten. Veganer können lediglich auf Beilagen wie Pommes, Zwiebelringe oder einen Salat zurückgreifen. Bei der Zubereitung von vegan-vegetarischen Gerichten wird bei Burger King auf die Trennung der Gerätschaften geachtet, um eine Kontamination mit Fleischprodukten auszuschließen. Nachholbedarf besteht auch bei der Kennzeichnung von veganen und vegetarischen Angeboten. Sämtliche Zutaten der Gerichte werden bei Burger King zwar im Menü aufgelistet, doch Kunden müssen die Zutatenlisten aller Gerichte aufmerksam durchlesen, um Veggie-Angebote zu erkennen.

6. Nordsee

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Nordsee schneidet im Ranking in Sachen Angebotsgröße für Veganer und Vegetarier am schlechtesten ab. Sowohl das vegetarische als auch das vegane Angebot ist mit Speisen wie einem Pilzbrötchen, einem Salat und Kartoffelecken zu klein und nicht vielfältig genug gestaltet. Veggie-Optionen werden teilweise mit einem unternehmenseigenen Veggie-Label gekennzeichnet. Sämtlichen Zutaten der Gerichte werden bei Nordsee zwar im Menü aufgelistet, doch Kunden müssen die Zutatenlisten aller Gerichte aufmerksam durchlesen, um Veggie-Angebote zu erkennen.

7. KFC

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KFC schneidet im Ranking insgesamt mit großem Abstand am schlechtesten ab. Vegetarische Speisen sind unzureichend vertreten und beschränken sich auf Beilagen und Desserts. Veganer können bei KFC lediglich auf 2 Beilagen zurückgreifen: Maiskolben und Pommes. Das zeigt den größten Nachholbedarf an veganen Speisen aller getesteten Schnellrestaurants auf. Zutaten der Gerichte sind bei KFC nicht angegeben und Veggie-Optionen werden ebenfalls nicht gekennzeichnet. Fazit: Angebote für Veganer und Vegetarier spielen bei KFC bislang keine Rolle.Ranking Kriterien

Fazit: Fehlende Transparenz und große Unterschiede bei der Sortimentsgestaltung

Die Erhebung zeigte große Unterschiede bei der Gestaltung und Kennzeichnung des vegan-vegetarischen Angebotes verschiedener Schnellrestaurants. Bis auf Vapiano schnitt keines der getesteten Restaurants im Urteil besser als “mittelmäßig” ab. Damit zeigt sich ein großer Nachholbedarf des vegan-vegetarischen Speisenangebots in deutschen Schnellrestaurants.

Ausgestaltung der Angebotsgröße und -vielfalt

Die Mehrheit der bewerteten Restaurantketten hat Veggie-Angebote mittlerweile als festen Bestandteil in ihr Sortiment aufgenommen. Vegetarische Angebote sind insgesamt zufriedenstellend und vielfältig vertreten. Der Anteil an kreativen vegetarischen Hauptgerichten könnte jedoch erhöht werden. Durchweg zeigt sich, dass vegane Speisen in Schnellrestaurants noch unterrepräsentiert sind. Die Vielfalt der veganen Angebote variiert sehr stark und kann noch optimiert werden. Vor allem fehlen sättigende Angebote wie Hauptspeisen, aber auch vegane Desserts spielen bislang eine viel zu kleine Rolle.

Transparenz durch Kennzeichnung und Kontrolle

Die Kennzeichnung vegan-vegetarischer Speisen ist bislang insgesamt wenig kundenfreundlich gestaltet und noch stark optimierungsbedürftig. Kunden müssen viel Zeit aufwenden und Vorwissen mitbringen, um Veggie-Optionen in den Menüs zu entdecken. Zutatenlisten der Gerichte sind nicht bei allen Schnellrestaurants einsehbar. Veggie-Angebote sind darüber hinaus meist nicht sinngemäß benannt und weder einheitlich noch konsequent ausgezeichnet. Bei der Kennzeichnung wird bislang kaum zwischen veganen und vegetarischen Optionen unterschieden.

Wünschenswert wäre bei einer Auszeichnung die Verwendung eines offiziellen Labels, wie beispielsweise dem V-Label, das Kontrollen unterliegt und Konsumenten höchste Sicherheit garantiert. Zahlreiche Schnellrestaurants verlassen sich bei der Deklaration vegan-vegetarischer Zutaten auf die eigene Beurteilung, ohne diese Einschätzung von einer offiziellen Stelle kontrollieren oder bestätigen zu lassen.

Klare Trennung von Fleisch und Fisch versus vegan-vegetarischen Produkten

Die Trennung von Fleisch und Fisch versus vegan-vegetarischen Produkten bei der Lagerung, Zubereitung und Ausgabe wird bislang kaum berücksichtigt. Einige Schnellrestaurants achten bei der Zubereitung darauf, vegan-vegetarische Produkte nicht in denselben Geräten zuzubereiten, in denen auch Fleischprodukte zubereitet werden. Jedoch könnte bereits vermehrt bei der Lagerung bis hin zur Auslage und Ausgabe von Produkten auf eine klare Trennung geachtet werden, um eine Kontamination zu verhindern und höchste Hygienestandards einzuhalten.

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1. Wie wurde die Auswahl an Schnellrestaurants getroffen?

Die Auswahl an Schnellrestaurants, die im Ranking berücksichtigt wurden, bezieht sich auf in Deutschland aktive Unternehmen im Quickservice-Bereich, die in den Top 100 der “größten Unternehmen/Systemen der Gastronomie in Deutschland” des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) aus dem Jahre 2015 gelistet sind. Anhand des Jahresumsatzes, der nationalen Abdeckung und der Anzahl der Betriebe wurden 7 Unternehmen ermittelt, die eine besondere Marktrelevanz aufweisen und in der Systemgastronomie tätig sind.

Nicht berücksichtigt wurden systemgastronomische Unternehmen aus den Bereichen Verkehrs-, Handels-, Freizeit- und Fullservice-Gastronomie sowie Event-, Messe- und Sport-Catering. Auch Lieferdienste, Buffet-Restaurants, Back-Ketten und Kaffeehäuser wurden in diesem Ranking nicht berücksichtigt, um eine konkrete und überschaubare Segmentierung zu ermöglichen.

2. Was genau ist ein systemgastronomisches Schnellrestaurant?

Systemgastronomie ist eine Form der Gastronomie, die standardisierte und vereinheitlichte Organisationsstrukturen aufweist. Ein systemgastronomisches Unternehmen führt mindestens 3 oder mehr Restaurants, die zentral gesteuert werden. Diese bieten in jeder Filiale das gleiche Sortiment bei derselben Qualität und einheitlicher Preisgestaltung an und weisen eine einheitliche Inneneineinrichtung auf.

3. Wie lief das Ranking ab?

Um herauszufinden, was ein veggie-freundliches Schnellrestaurant aus Kundensicht ausmacht und welche Kriterien dabei für vegan beziehungsweise vegetarisch lebende Menschen besonders relevant sind, hat der VEBU im Vorfeld eine Umfrage unter 6.000 Veganern und Vegetariern durchgeführt.

Diese Kriterien dienten als Grundlage für eine weitere Umfrage unter Schnellrestaurants. Alle für das Ranking ausgewählten Schnellrestaurants wurden in dieser Umfrage um detaillierte Auskunft zu deren Angebotsgestaltung gebeten. Die Unternehmen erhielten dabei außerdem die Möglichkeit, sich zu künftigen Plänen zu äußern. Fehlende Angaben der Unternehmen wurden durch den VEBU eingeholt.

In das Ranking flossen neben den Angaben der Unternehmen außerdem die Ergebnisse einiger Filialtests ein, die der VEBU zusammen mit freiwilligen Helfern stichprobenartig durchführte. Bei diesen Vor-Ort-Tests wurden das Angebot und der Service aller Schnellrestaurants aus Kundensicht erfasst und bewertet.

4. Was und wie wurde bewertet?

Nicht alle Unternehmen beantworteten jede Frage des Fragebogens, wodurch der kleinste gemeinsame Nenner bewertet wurde, um eine faire Grundlage zu schaffen. Fehlende Angaben wurden durch den VEBU eingeholt. Insgesamt bewertet wurden Kriterien wie Angebotsgröße, Angebotsvielfalt, Transparenz und Kennzeichnung vegan-vegetarischer Angebote, Hygiene und Trennung von vegan-vegetarischen Produkten versus Fleisch und Fisch. Aus den Filialtests, die der VEBU durchführte, flossen zusätzlich Beurteilungen aus Kundensicht in die Gesamtwertung ein.

Angebotsgröße

Die Anzahl an vegetarischen und veganen Angeboten wurde erfasst und anhand der Gesamtanzahl aller Produkte im Sortiment gemessen. Daraus ergab sich ein Prozentanteil, der jeweils für vegetarische sowie vegane Speisen bewertet wurde. In die Produktanzahl flossen Angebote der Kategorien “Aktionsprodukte”, “Hauptspeisen”, “Beilagen”, “Suppen”, “Desserts” und “Rohkost” ein. Nicht berücksichtigt wurden Snacks, Getränke, Soßen und Dressings. In der Anzahl der vegetarischen Optionen sind auch vegane Angebote berücksichtigt.

Angebotsvielfalt

Alle vegetarischen und veganen Angebote wurden den Kategorien “Aktionsprodukte”, “Hauptspeisen”, “Beilagen”, “Suppen”, “Desserts” und “Rohkost” zugeordnet, die unterschiedlich gewichtet wurden. Für die Gewichtung wurden Kriterien wie der Sättigungsgrad, die generelle Verfügbarkeit, Besonderheit und Kreativität des jeweiligen Speisenangebotes herangezogen. Aus dieser Gewichtung ergab sich sowohl für vegetarische als auch vegane Angebote ein Durchschnitt, der in die Gesamtwertung einfloss.

Transparenz und Kennzeichnung vegan-vegetarischer Angebote

Die Unternehmen konnten zwischen verschiedenen Optionen der Kennzeichnung vegan-vegetarischer Angebote wählen, die unterschiedlich gewichtet wurden. Hierzu zählte die Kennzeichnung durch zertifizierte Label, unternehmenseigene Label, einfache Beschriftung, Werbe- und Sortimenttafeln, Zutatenlisten im Menü sowie persönliche Auskunft.

Hygiene und Trennung von vegan-vegetarischen Produkten versus Fleisch und Fisch

Die Unternehmen konnten zwischen verschiedenen Optionen zu Hygiene-Maßnahmen wählen, die unterschiedlich gewichtet wurden. Hierzu zählte die Trennung von vegan-vegetarischen Produkten versus Fleisch und Fisch bei der Lagerung, separate Arbeitsflächen bei der Zubereitung, separate Utensilien und Gerätschaften bei der Zubereitung sowie separate Utensilien bei der Ausgabe.

Filialtests

Im Rahmen der Filialtests, die der VEBU durchführte, wurden zahlreiche Angaben der Unternehmen in der Praxis überprüft und gegebenenfalls korrigiert. Die Kriterien dieser Auswertung bezogen sich auf eine Umfrage unter 6.000 Vegetariern und Veganern, die im Vorfeld vom VEBU durchgeführt wurde. In das Ranking flossen Ergebnisse aus den Filialtests ein, die beurteilten, ob die richtige Anzahl an Veggie-Produkten erkannt wurde, vegan-vegetarische Speisen mit regulären Angeboten kombiniert werden konnten, Querverweise auf Veggie-Gerichte beim Kauf einer vegan-vegetarischen Option gegeben wurden und Speisen frisch sowie transparent vor dem Kunden zubereitet wurden.

5. Wann wurden Speisen als vegan beziehungsweise vegetarisch gezählt?

Wurde auf der Speisekarte eine gekennzeichnete Auswahl zwischen Schinken und Käse beziehungsweise Tofu angeboten, wurde das Angebot als vegetarisch beziehungsweise vegan gezählt. Ansonsten erfolgte die Bewertung strikt nach Kartenbezeichnung.

Auch wenn grundsätzlich die Möglichkeit bestünde, durch das Weglassen einzelner Zutaten ein Gericht in ein veganes oder vegetarisches Angebot umzuwandeln (Rühreier mit Schinken könnten beispielsweise durch Käse anstelle von Schinken vegetarisch werden), wurde dies als nichtvegetarisch beziehungsweise nichtvegan gewertet.

6. Wie verlässlich sind die Angaben dieses Rankings?

Sämtliche Angaben zum Speisenangebot stammen von den jeweiligen Unternehmen selbst. Rezepturen können sich jedoch jederzeit ändern. Fehlende Angaben wurden vom VEBU eingeholt und nach bestem Gewissen getroffen. Der VEBU bezieht sich auf den Stand der Menüs aller Schnellrestaurants vom April 2016. Die Ergebnisse der Filialtests, die in die Auswertung mit einflossen, gelten als Stichproben.

7. Wie steht der VEBU zu Schnellrestaurants generell?

Immer mehr Verbraucher reduzieren ihren Fleischkonsum und wenden sich nachhaltigeren Lebensstilen zu. Der VEBU vertritt die Ansicht, dass nachhaltiges Denken auch vor Schnellrestaurants nicht Halt machen sollte. Ein Umdenken ist bei den Unternehmen in den kommenden Jahren nicht nur möglich, sondern auch notwendig, um den Bedürfnissen zunehmend fleischreduziert lebender Konsumenten entgegenzukommen und gleichzeitig verantwortungsvoll zu agieren.

Der VEBU begrüßt jede Bestrebung, vegan-vegetarische Speisen einem großen Publikum zugänglich zu machen und möglicherweise auf die künftige Ausrichtung vieler Schnellrestaurants einwirken zu können. Diese können aufgrund ihrer großen Reichweite einen Großteil dazu beitragen, Kunden an gesünderes und nachhaltigeres Fast Food heranzuführen, um ein Umdenken bei vielen Konsumenten anzustoßen.

Aus Sicht des VEBU ist beispielsweise ein vegan-vegetarischer Speisenanteil von 40 % in Schnellrestaurants deutlich wünschenswerter als lediglich 5 %. Das kurzfristige Ziel ist es, die Verfügbarkeit von vegan-vegetarischen Speisen in der Gastronomie zu verbessern. Das langfristige Ziel ist es, den Fleischkonsum in der Gesellschaft zu reduzieren.

Die Kritik, dass viele Schnellrestaurants wenig ökologisch handeln und kaum Rücksicht auf Tierschutz nehmen, möchte der VEBU bei seinem Vorhaben, die Erweiterung des vegan-vegetarischen Angebotes anzuregen, weder zurückweisen noch bestärken. Der VEBU setzt sich seit jeher für eine schrittweise Veränderung in der Gesellschaft ein, die nur durch Dialoge zustande kommt.

8. Wie profitieren Schnellrestaurants von diesem Ranking?

Der VEBU führte das Ranking als neutrale Instanz durch. Eine Zusammenarbeit mit den befragten Unternehmen bestand zu diesem Zeitpunkt nicht. Außerdem erhielt der VEBU auch keine finanziellen Zuwendungen für die Nennung einzelner Schnellrestaurants.

Die Unternehmen erhalten im Anschluss an die Auswertung Einblicke darüber, wie sie im Vergleich zu ihren Mitstreitern abgeschnitten haben und welche Kriterien sie künftig beachten können, um besser auf vegetarisch, vegan und fleischreduziert lebende Konsumenten eingehen zu können. Der VEBU bietet dabei Unterstützung in Form einer Beratung an.

Ein Blick in die Zukunft: Schnellrestaurants haben großes Potenzial

Der VEBU möchte die Restaurant-Landschaft nachhaltig verändern und dabei auch auf die künftige Ausrichtung vieler Schnellrestaurants einwirken. Diese können aufgrund ihrer großen Reichweite einen wichtigen Teil dazu beitragen, Kunden an gesünderes und nachhaltigeres Fast Food heranzuführen, um ein Umdenken bei vielen Konsumenten anzustoßen. Ein Umdenken ist bei den Unternehmen in den kommenden Jahren nicht nur möglich, sondern auch notwendig, um den Bedürfnissen zunehmend fleischreduziert lebender Konsumenten entgegenzukommen und gleichzeitig verantwortungsvoll zu agieren.

Der VEBU plant künftig weitere Rankings, um eine Entwicklung bezüglich der vegan-vegetarischen Ausrichtung in der Gastronomie aufzuzeigen. Schnellrestaurants soll die Möglichkeit gegeben werden, sich kontinuierlich zu verbessern und auf die Wünsche vegan-vegetarischer Konsumenten zu reagieren. Als Impulsgeber und Berater steht der VEBU Schnellrestaurants und Unternehmen unterstützend zur Seite. Das kurzfristige Ziel ist es, die Verfügbarkeit von vegan-vegetarischen Speisen in der Gastronomie zu verbessern. Das langfristige Ziel ist es, den Fleischkonsum in der Gesellschaft zu reduzieren.

Zusätzlich plant der VEBU weitere Rankings, in denen andere Sektoren der Systemgastronomie bewertet werden, wie Lieferdienste, Bäckerei- oder Kaffee-Ketten.

Larissa Albrecht