Die 8 besten Dokumentarfilme über die vegan-vegetarische Lebensweise

vegan doku Bildquelle: lapandr / Shutterstock

Die Dokumentationen in dieser bunten Mischung zu den Themen Ernährung, Gesundheit, Konsum, Nachhaltigkeit, Tierleid und Umwelt haben schon viele Menschen zum Umdenken bewogen. Diese Filme unterhalten nicht nur, sondern ergreifen und erläutern gleichermaßen.

Wer sich für eine vegan-vegetarische Lebensweise beziehungsweise einen nachhaltigen Lebensstil interessiert und mehr über die Hintergründe erfahren möchte, sucht oftmals in sozialen Medien und Büchern nach Tipps und Informationen. Aber auch Dokumentationen bieten Wissenswertes. Die Filmemacherinnen und Filmemacher behandeln Themen rund um Veganismus, Tierethik, Gesundheit und Umwelt. ProVeg stellt im Folgenden 8 aufwühlende und gleichzeitig anregende Dokumentationen vor.

1. „Earthlings“ (2005, USA) ist eine der bekanntesten und emotionalsten Dokumentationen. Der Film betrachtet Tiere in allen Bereichen – Haustiere und sogenannte „Nutztiere“ für die Fleisch-, Milch-, Eier-, Leder- und Pelzproduktion sowie als Attraktion in Zoo und Zirkus. Regisseur Shaun Monson zeigt erschreckende Bilder von gequälten Tieren, welche die wahren Zustände dokumentieren, indem sie zeigen, wie rücksichtslos wir mit den Lebewesen dieses Planeten umgehen. Ein aufrüttelnder Film, der stark zum Nachdenken anregt.

2. Übergewicht (Adipositas) ist eine der weitverbreitesten Volkskrankheiten. Die Dokumentation „Gabel statt Skalpell – Gesünder leben ohne Fleisch“ („Forks Over Knives“, 2011, USA) des Filmemachers Lee Fulkerson zeigt dem Publikum mithilfe von medizinischen Untersuchungen, wie eine falsche Ernährungsweise zu den typischen Zivilisationskrankheiten unserer Zeit führt. Der Film erläutert sachlich die Vorteile einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung sowie die daraus resultierenden gesundheitlichen Erfolge.

3. „Hope for All: Unsere Nahrung – Unsere Hoffnung“ (2016, AT) ist ein eindringlicher Appell an uns alle, uns aktiv für eine nachhaltige Veränderung unserer Lebenswelt einzusetzen. Die Regisseurin Nina Messinger zeigt die Folgen westlicher Ernährungsgewohnheiten und öffnet den Zuschauenden somit die Augen. Anstelle diffuser Ideologien liefert er beeindruckende Lebensgeschichten und faktenbasierte Argumente.

4. „Live and Let Live“ (2013, DE) erzählt die Geschichte von sechs Menschen, die sich dafür entschieden haben, keinerlei tierische Produkte zu konsumieren. Die Dokumentation geht auf die ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Hintergründe einer pflanzlichen Lebensweise ein. Der Regisseur Marc Pierschel behandelt die Themen Gesundheit, Umwelt und Tierethik. Er klärt über unser Verhältnis zu Tieren und die Geschichte des Vegetarismus und Veganismus auf. Pierschel verzichtet auf schockierende Bilder und setzt darauf, die positiven Veränderungen im Leben der Hauptfiguren hervorzuheben.

5. Woher kommen das Fleisch und die Milch, die wir täglich konsumieren? Von den idyllischen Bio-Bauernhöfen, die wir täglich in der Werbung sehen? Der Filmemacher Mark Devries gewährt den Zuschauenden in „Speciesism: The Movie“ (2013, USA) einen Einblick in Massentieranlagen und offenbart entsetzliche Lebensbedingungen in der modernen Nutztierhaltung. Zudem geht er der Frage nach, woher die moralische Diskriminierung von Individuen aufgrund ihrer Artzugehörigkeit kommt. Der Film appelliert an das Gewissen der Zuschauenden.

6. Der Dokumentarfilm „The End of Meat – Eine Welt ohne Fleisch“ (2017, DE) von Regisseur Marc Pierschel zeigt uns eine Welt, in der Fleischkonsum der Vergangenheit angehört. Pierschel wagt den Blick in eine Zukunft ohne Fleisch sowie deren positiven Auswirkungen auf Umwelt, Tiere und uns selbst. Eindrucksvoll werden die versteckten Auswirkungen des Fleischkonsums gezeigt und die Vorteile einer pflanzlichen Ernährungsweise untersucht. Außerdem wirft Pierschel kritische Fragen über die zukünftige Rolle der Tiere in unserer Gesellschaft auf.

7. New York. Drei mischköstlich lebende Menschen lassen sich auf ein spannendes Experiment ein und werden dabei für sechs Wochen von einem Filmteam begleitet. Sie steigen von einer fleischhaltigen auf eine rein pflanzliche Ernährung um und merken schon bald eine Verbesserung der Gesundheit. Die Hauptfiguren beteiligen sich aktiv daran, Missstände in der Tierhaltung aufzudecken, die sie nur wenige Wochen zuvor selbst mit dem Konsum tierischer Produkte unterstützten. Die Regisseurin Marisa Miller Wolfson zeigt in „Vegucated“ (2011, USA), wie die Charaktere die Herausforderungen der neuen Ernährungsweise meistern und ihren eigenen Weg finden, um eine bessere Welt zu schaffen.

8. Der Filmemacher Erwin Wagenhofer zeigt in „We Feed the World – Essen global“ (2005, AT) auf ruhige und sachliche Weise die Konsequenzen von Globalisierung und Ernährung sowie die unglaubliche Verschwendung von Lebensmitteln und die Zerstörung von Lebensräumen. Die Massenproduktion von Nahrungsmitteln schadet Mensch, Umwelt und Tieren gleichermaßen. Mithilfe von eindrucksvollen Bildern aus Geflügelfabriken, von hungernden Getreidebauern in Brasilien oder auch Rumänien und genmanipuliertem Tierfutter macht die Dokumentation dies deutlich.

Zodaba Yousofi

Autorin

Zodaba Yousofi

Assistenz im Bereich Media Outreach