Nicht nur schöne Landschaften und saubere Strände sind für vegan-vegetarisch lebende Menschen wichtige Faktoren bei der Reiseplanung. Der VEBU gibt hilfreiche Tipps für einen veganen Urlaub.

Veganes Urlaubsangebot abhängig von der Kultur

Je nach Region ist das Angebot an vegetarisch-veganen Restaurants und Hotels weltweit sehr unterschiedlich. Die osteuropäische Küche gilt als eher fleischlastig und im Mittelmeerraum gehört vor allem Fisch zu den regionalen Spezialitäten. In Indien hingegen ist die vegetarisch-vegane Lebensweise ein wichtiger Teil der Kultur, dementsprechend ist auch ein umfangreiches Angebot für Touristen vorhanden.

Hätten Sie’s gewusst?

Hätten Sie’s gewusst?

Schätzungsweise 20–40 % der Bevölkerung in Indien lebt vegetarisch oder vegan.

Ebenfalls bekannt als veggiefreundliche Urlaubsziele sind Teile der USA, Großbritannien und Italien. Für alle Länder gilt jedoch, dass in Großstädten eher mit einem großen Angebot an pflanzlichen Alternativen zu rechnen ist als in ländlichen Regionen. Die Situation kann daher auch innerhalb eines Landes sehr stark variieren.

Vegane Hotels finden

Immer mehr Hotelanbieter haben den Veggie-Boom erkannt und setzen auf diese Zielgruppe. Das Portal VeggieHotels listet weltweit über 500 vegetarisch-vegane Pensionen und Hotels. Dabei geht es nicht nur um das Essensangebot, auch Alternativen zu Daunen in den Bettdecken, lederfreie Möbel und tierversuchsfreie Hygieneprodukte gehören in ein gutes Veggie-Hotel.

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Das Portal VeganWelcome hilft bei der Suche nach Unterkünften, die durch ein entsprechendes Wahlangebot für vegetarisch-vegan lebende Menschen geeignet sind und bietet somit eine noch größere Auswahl. Der VEBU listet zudem Reiseveranstalter mit einem pflanzlichen Angebot sowie vegane Hotels und Ferienwohnungen.

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Vegane An- und Abreise

Auch bei der Fahrt in den Urlaub gibt es einiges zu beachten. Immer mehr Fluggesellschaften wie Airberlin, British Airways, Emirates oder Lufthansa bieten ihren Gästen ein veganes Bordmenü an. Einige Anbieter verlangen hierfür jedoch einen Aufpreis oder bestehen darauf, dass die Essenswünsche bereits mehrere Tage zuvor angemeldet werden. Manche Fluggesellschaften haben auch gar keine pflanzliche Kost im Angebot, sodass es sich immer lohnt, dies vor der Buchung zu erfragen.

Gleiches gilt für die Anreise mit der Bahn. Während die Deutsche Bahn in allen Bordbistros vegane Alternativen zubereitet, haben andere Zugunternehmen dies nicht im Repertoire oder bieten lediglich Snacks an. Auch bei Bahnunternehmen im Ausland empfiehlt sich eine vorherige Recherche.

Vegan am Urlaubsziel

Angekommen am passenden Urlaubsort möchten viele Menschen auch abseits ihres Hotels vegetarisch-veganes Essen genießen. Beim Finden des passenden Gastronomiebetriebs hilft die Online-Restaurant-Suche.

Urlaubshilfe „Vegan Passport“

In Restaurants, die nicht ausschließlich pflanzliche Kost anbieten, können insbesondere bei lokalen Spezialitäten und aufgrund von fremden Sprachen Unklarheiten über die Zutaten entstehen. Hier empfiehlt sich der „Vegan Passport“, der in 70 Sprachen erklärt, was vegan bedeutet. Auch die Foodcard von Delicardo hilft dabei, zu kommunizieren, was man essen will und was nicht.

  • Vegan verreisen: Linda Sabin im Interview

    Linda Sabin teilt ihre Erfahrungen als vegane Touristin in ihrem Reiseblog „Veltenbummler“. Dort stellt sie nicht nur vegane Reiseziele vor, sondern hat auch hilfreiche Informationen zu veganfreundlichen Hotels und Airlines zu bieten. Weiterlesen…

V-Label hilft im Supermarkt

Wer sich kleine Snacks oder größere Mahlzeiten im örtlichen Supermarkt kaufen möchte, kann auf das V-Label zählen. Das international geschützte Gütesiegel wird bereits in vielen Ländern auf zahlreichen Produkten angegeben. Ist das V-Label oder eine vergleichbare Kennzeichnung nicht aufgedruckt, so hilft auch hier der „Vegan Passport“ oder die Foodcard bei Fragen an das Personal.

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V-Label – Siegel für vegetarische und vegane Produkte

Wenn die Zutatenliste nicht eindeutig ist, sorgt das V-Label für Transparenz. Das vom VEBU vergebene Siegel kennzeichnet verlässlich, welche Produkte vegetarisch oder vegan sind.

Klassische vegane Angebote

Hungrig muss man aber nie bleiben. Klassische Angebote wie Spaghetti aglio e olio, Gazpacho, Ratatouille oder Pommes mit Ketchup sind in der Regel rein pflanzlich. Andere typische Urlaubsgerichte lassen sich problemlos veganisieren. In der Pizzeria einfach darum bitten, den Käse wegzulassen oder in Pflanzenfett zubereitete Bratkartoffeln ohne Speck bestellen.

Lucas Christoffer