Was ist das V-Label?

Das V-Label ist eine international geschützte Marke zur Kennzeichnung von vegetarischen und veganen Lebensmitteln. Es wird als Orientierungshilfe für Vegetarier und Veganer auf Lebensmittelverpackungen und Speisekarten eingesetzt. Das Label besteht aus einem gelben Kreis mit einem grünen V und der entsprechenden Klassifizierung: „vegetarisch“ (mit Eiern und Milch) oder „vegan“ (ohne tierische Inhaltsstoffe).

v_label_versionen-425x218

Nie mehr Zutatenliste studieren

Das Problem kennen alle Veganer oder Vegetarier: Immer heißt es beim Einkaufen, die – meist in winziger Schrift gedruckten – Zutatenlisten penibel zu studieren. Und dabei bietet der Blick auf die Zutatenliste noch nicht einmal wirklich Sicherheit. Wer kennt schon alle E-Nummern und Zutaten, die heute verwendet werden? Und selbst wenn man diese kennt, kann man nicht immer sicher sein, ob diese Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind.

Dazu kommt, dass nicht alle Stoffe, die bei der Produktion verwendet werden, auf der Zutatenliste auftauchen. Auch Lab aus Kälbermägen wird oft nicht angegeben. Nur durch eine Produktanfrage beim Hersteller kann man dann erfahren, ob Saft mit Schweinegelatine geklärt wurde oder die als „rein pflanzlich“ deklarierte Margarine Wollfett enthält.

Ist das V-Label trotz anderen Kennzeichnungen sinnvoll?

Ja. Eine einheitliche Kennzeichnung hat für den Verbraucher einen höheren Wiedererkennungswert. Auch international: In Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Tschechien wird das V-Label ebenfalls verwendet.

Zudem wird es von einer unabhängigen Organisation unter entsprechenden Auflagen vergeben. Dadurch fühlen sich viele Verbraucher sicherer. Viele betrachten das V-Label auch als Gütesiegel, da zum Beispiel Eier aus Käfighaltung und gentechnisch veränderte Zutaten nicht erlaubt sind.

Welche Voraussetzungen müssen Firmen erfüllen, um das V-Label zu bekommen ?

Interessierte Firmen können die Lizenz zur Verwendung des V-Labels beim VEBU beantragen. Sie müssen dazu einen detaillierten Fragebogen ausfüllen und bereit sein, ihre Produktion vor Ort kontrollieren zu lassen. Bei der Zertifizierung hält sich der VEBU an international anerkannte Standards von Vegetarier-Organisationen.