Sojamilch, Tofu oder Tempeh: Die Sojabohne lässt sich vielseitig verarbeiten. Mit ihrem hohen Eiweißgehalt eignet sie sich hervorragend für eine vegan-vegetarische Ernährung.

Das Ursprungsland der Sojabohne (abgekürzt: Soja) ist China. Die eiweißreiche Bohne wurde dort schon vor Jahrtausenden als Nahrungsmittel angebaut. Erst im 18. Jahrhundert fand sie ihren Weg nach Europa. Die wärmeliebende Pflanze zählt zur Familie der Schmetterlingsblütler (Hülsenfrüchte) und ist im asiatischen Raum das Grundnahrungsmittel schlechthin.

Die einjährige krautige Sojapflanze hat eine Höhe von ungefähr 1 Meter. In ihren Hülsen befinden sich bis zu 5 Sojabohnen, die in etwa 100 Tagen heranreifen. Sie unterscheiden sich je nach Sorte in Größe, Form und Farbe. Der Großteil des weltweit angebauten Soja stammt aus den USA, Argentinien und Brasilien. Doch auch in Europa werden Sojabohnen angebaut, zum Beispiel in Italien, Frankreich, Österreich und Deutschland.

Aus Soja werden unzählige Sojaprodukte hergestellt, die vielseitig einsetzbar sind: Sojamilch, Sojajoghurt, Sojasahne, Tofu, Tempeh, Fleischersatz aus texturiertem Soja, Miso und mehr.

Soja ist reich an wertvollen Nährstoffen

Sojabohnen enthalten etwa 37 % Eiweiß (Protein). Damit gehören sie zu den Spitzenträgern pflanzlichen Eiweißes und eignen sich hervorragend für eine vegan-vegetarische Ernährung. Die Bohnen enthalten zudem alle essentiellen Aminosäuren und haben einen hohen Anteil an Mineralstoffen wie Magnesium oder Kalium. Aber auch wichtige Vitamine wie Vitamin E und B weist die bedeutende Sojabohne auf. Weiterhin enthalten Sojabohnen etwa 20 % Öl – Soja ist damit weltweit die wichtigste Ölsaat.


Lisa Mair, M.A.

Autorin

Lisa Mair, M.A.

Medien- und Nachhaltigkeitsmanagerin