Annika

Der zwölfjährigen Annika lagen Tiere sehr am Herzen: Schon im Alter von neun Jahren beschloss sie, sich vegetarisch zu ernähren. Als sie an einem Hirntumor starb, vermachte sie ihre Ersparnisse dem VEBU. Voller Dankbarkeit schrieb VEBU-Geschäftsführer Sebastian Joy einen Brief an Annika.

Liebe Annika,

da ich dir leider keinen Brief schicken und dich nicht anrufen kann, schreibe ich dir heute in dieser Form. Vor einigen Wochen habe ich deine Eltern kennengelernt und sie haben mir viel von dir erzählt. Was für ein großes Herz du hast, wie du dich für Tiere einsetzt und wie du schon mit neun Jahren ganz allein beschlossen hast, keine Tiere mehr zu essen. Deine Mutter hat mir davon berichtet, wie du einmal einen Tag lang nicht mit deiner besten Freundin gesprochen hast, weil sie eine Hummel getötet hat. Und auch von deiner Idee mit den zwei Welten: Eine Erde für die Menschen, mit der diese machen können, was sie möchten, und eine Erde für die Tiere, damit diese dort in Frieden leben können. Deine Mutter hat mir aber auch davon berichtet (und hier wurde ihre Stimme zunehmend trauriger), wie du plötzlich immer häufiger Kopfschmerzen bekommen hast und wie die Ärzte nach einer Reihe von Untersuchungen einen Gehirntumor bei dir entdeckt haben. Wie tapfer du gekämpft hast, aber dennoch vor einigen Monaten im Alter von zwölf Jahren diesen Kampf verloren hast und von uns gegangen bist. Deine Mutter hat mir von deinem Wunsch erzählt, dass das Geld in deinem Sparschwein mit Hilfe des VEBU zur Rettung der Tiere eingesetzt werden soll.

Liebe Annika, gern hätte ich dich persönlich kennengelernt, um mich im Namen der Tiere und des VEBU bei dir zu bedanken. Dein Mitgefühl und Engagement haben mich und das gesamte VEBU-Team tief beeindruckt. Ebenso deine Willensstärke und Konsequenz, schon mit neun Jahren keine Tiere mehr zu essen. Die meisten Menschen merken erst viel später, wie unsinnig es ist, Schweine und Kühe zu essen, während man Hunde und Katzen streichelt – oder sie erkennen es nie. Wenn dir mehr Zeit auf dieser Erde vergönnt gewesen wäre, wärst du sicherlich eine berühmte Tierschützerin geworden. Aber wie deine Geschichte beweist, braucht man nicht viele Jahre, um viel für die Tiere zu erreichen. Mit den 780 Euro, die du dem VEBU für seine Arbeit hinterlassen hast, werden wir zwar keine zweite Erde für die Tiere bauen können, aber wir werden dafür sorgen, dass deine Lebensgeschichte die Herzen ganz vieler Menschen erreicht. Denn es sind die Menschen und ihre Entscheidungen, die diese Welt maßgebend formen. Und wenn genügend Menschen deinem Beispiel folgen und aufhören, Tiere zu essen und sich in ihrer Freizeit oder durch Spenden engagieren, dann reicht uns diese eine Welt aus, damit alle Menschen und Tiere in Frieden darauf leben können.

Dein Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführer

Annika wünschte sich von uns, dass wir mit ihrer Spende und unserer Arbeit etwas für die Tiere tun. Jeder kann dazu beitragen, Tiere zu schützen. Eine gute Möglichkeit dazu bietet eine vegetarisch-vegane Lebensweise. Annika lebte vegetarisch. Für sie war das selbstverständlich. Folgen Sie Annikas Beispiel. Mit Annikas hoffnungsvollen Worten und Ihrer Unterstützung können wir Großes bewegen.

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